Weihnachtsgruß 2025

Sehr geehrte Mitglieder des Freundeskreises,
Liebe Freunde und Förderer der Hospizarbeit,
nun stehen wir kurz vor den Weihnachtstagen und dem Jahreswechsel auf das neue Jahr 2026! Wo ist nur die Zeit geblieben, die ruhigen und schönen Momente, die besonderen Begegnungen und bleibenden Erinnerungen.
Eine Welt im Unruhezustand! Es mangelt an Verantwortung, Menschlichkeit und Vernunft. Was können wir tun, als starke Gemeinschaft im Freundeskreis? Wir haben versucht, viele Menschen für unseren Freundeskreis zu gewinnen und damit unsere Werte Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft in schweren Zeiten zu vermitteln. Mit aktuell 818 Mitgliedern sind wir auf dem Weg, dem Ehrenamt und Hauptamt in der Hospizarbeit eine breite Unterstützung zu sichern.
Unsere Öffentlichkeitsarbeit am Tag der offenen Tür im Petri Haus oder auf dem Welthospiztag im Slesvighus, unsere Präsenz in den sozialen Medien und der Presse helfen, das Thema Sterben und Tod, aber auch Trauer, in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Wir werden unsere Netzwerke nutzen, um mit anderen Fördervereinen Gedanken auszutauschen, uns mit der öffentlichen Verwaltung und der Politik zu treffen und für die Petri Haus gGmbH ein verlässlicher Partner zu sein.
Das Jahr 2025 war für den Vorstand ohne Frage sehr arbeitsintensiv! Durch sehr viel positive Rückmeldungen zu unserer Arbeit bestätigt und ermuntert uns dies, weiter zu machen und neue Ideen zu entwickeln.
Unser Jubiläumsjahr 2026 steht nun bevor. Am 15. April 1996 wurde der Verein offiziell in das Vereinsregister eingetragen. Wir werden dieses 30. Jahr nutzen, um mit Ihnen, unseren Mitgliedern, weiter in Kontakt zu sein und für die Öffentlichkeit wahrnehmbar zu bleiben. Freuen wir uns darauf!
Ihnen nun eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr 2026!
Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Hilfe und Unterstützung des Freundeskreises.
Mit weihnachtlichen Grüßen
Im Namen des Vorstands
Enno Körtke
1.Vorsitzender

Gedanken zum Advent
Advent 2025 – die 70. Adventszeit in meinem Leben.
Manchmal versuche ich, mich zu erinnern an vergangene Jahre. Gern denke ich an die Adventswochen in meiner Kindheit, an Singen und Basteln und Backen und Warten auf das große Fest: Weihnachten. Ich erinnere mich daran, dass die Eltern Geschichten erzählten, biblische und andere, und wir Kinder hörten zu.- Irgendwann kam die erste Adventszeit im Beruf. Und ich muss gestehen: Die Adventsfeiern und die Gottesdienste in dieser Zeit wurden mir nie zu viel, die Plätzchen vielleicht, ja. Aber ich liebe diese Wochen, in denen das Thema fest gegeben ist:
Das Licht der Welt ist gekommen, um zu bleiben und um die Herzen der Menschen zu erreichen.
Dann kamen die Jahre, in denen ich diese Zeit auch für die eigenen Kinder gestalten konnte. Auch das mit viel Singen, mit vielen Kerzen, die das Licht symbolisieren. Doch, ich erinnere mich gern an „meine“ Advente. Auch an die Jahre, in denen diese Zeit nachdenklicher war. Das erste Mal ohne meinen Mann und die erwachsen gewordenen Kinder; ich war gezwungen, andere, neue Rituale zu finden ohne sie.
Nicht nur die entstandene Leere sehen, ein Defizit, das den Zauber und die Freude nehmen will.
Ich habe einen Stern gekauft und bringe ihn zum ersten Advent ans Grab. Ich stelle ein Licht auf und – ja- manchmal singe ich auch auf dem Friedhof ganz leise eins meiner Lieblingslieder: „Wie soll ich dich empfangen und wie begegne ich dir“. Das Licht in der Welt – wir brauchen es doch gerade dann, wenn das Dunkel uns angreifen und die Freude nehmen will. Und das ist doch das Wesentliche an Weihnachten: „Siehe“, sagt der Engel, „siehe, ich verkündige euch große Freude.
Gott ist in der Welt. Ganz nah bei dir.“
Jedes Jahr klingt diese Botschaft anders. Mal jubelt der ganze Körper im Einklang mit der Seele, mal kann ich es kaum glauben und auch die Freude der anderen nur schwer ertragen. Aber alle Jahre wieder, in guten wie in schweren Zeiten, kommt sie, diese lichterreiche Zeit, mit ihrem Glanz und ihrem „Fürchte dich nicht. Da ist eine Freude in der Welt und ein Licht und eine Hoffnung. Für dich.“
Versuchen Sie doch auch einmal, sich zu erinnern an Ihre Advente durch die Jahrzehnte Ihres Lebens. Denn Advent und Weihnachten ist nicht nur für die Kinder da. Es ist das Fest der Hoffnung auf eine neue Welt, die mit dem Menschenkind Jesu, ganz klein also, begann.
Aber seit 2000 Jahren geht diese Hoffnung um die Welt. Und sie möchte sich breitmachen in jedem und jeder von uns.
In dem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.
Johanna Lenz-Aude, Pastorin i.R.
